Nachdem das mit den Rezepten bei mir ja nicht so rund läuft (Kochbücher alle in Frankreich) gibt es stattdessen ein bisschen Fischkunde.
Zuerst stelle ich euch heute den Tombe oder Grondin (Knurrhahn) vor. Der Name Tombe ist eine lokale Bezeichnung aus der Region. Gekauft direkt am Hafen frisch aus dem Boot. Dabei muss man allerdings immer bedenken, dass man die Fische dann auch selbst ausnehmen muss (das macht bei uns der Herr des Hauses, ich hätte damit Probleme).
Der Knurrhahn lebt in einer Tiefe von 50-150 m und sieht unglaublich faszinierend aus. Seine Flossen haben einen knallblauen Rand und sehen aus wie kunsvolle Fächer. Die Rückenflosse konnte ich fürs Foto leider nicht aufstellen, die sieht aber auch toll aus. Lediglich sein Gesichtsausdruck ist ein wenig grimmig. Das Fleisch ist relativ fest und geschmacksintensiv. Wir haben ihn ganz pur im Backpapierschiffchen gemacht nur mit ein paar frischen Kräutern aus dem Garten. Dazu ein paar Kartoffeln oder Brot, mehr braucht es nicht.
Ein weiterer von uns häufig gekaufter Fisch ist die Plie, zu Deutsch Scholle. Sie hat so schöne orangene Punkte und immer ein etwas schräges Grinsen.
In diesem Fall haben wir sie im Backofen mit etwas Tomate im Weißweinsud gemacht, oft machen wir sie aber auch ganz einfach in der Pfanne (Tochterkinds Favorit).
Der Geschmack ist sehr zart, genauso wie das Fleisch und für den anspruchsvollen Kindergeschmack sehr gut geeignet. Auch das Filettieren ist nicht sehr kompliziert (in gebratenem Zustand).