Samstag, 1. Februar 2014

Freundschaft

Freundschaft ist das Thema des Monats bei Bines und Andreas shortstory Sammlung.

Das Thema animiert schon wieder sehr zum nachdenken. Aber ich erzähle euch jetzt einfach mal ein bisschen aus meinem Leben.

In der Schule hatte ich von der ersten Klasse an eine beste Freundin, mit der ich extrem eng verbandelt war, so dass für andere kein Platz mehr blieb. Als sie dann aber in der 8. Klasse in eine andere Stadt zog, war ich allein. Alle anderen hatten sich bereits gefunden, waren in Gruppen und Cliquen zusammen und für mich war kein Platz mehr. Das war damals echt hart und es hat mich gelehrt, bei meiner Tochter darauf zu achten, dass sie sich nicht zu sehr an einen Menschen bindet. Eine beste Freundin ist etwas ganz wunderbares und auch unglaublich wichtig, aber die Freundschaft darf andere nicht ausschließen.

Nachdem meine Freundin weg war, habe ich mich nach einiger Zeit wieder an eine neue Freundin gebunden. Leider ist auch sie irgendwann weg gezogen. Aber noch heute ist es so, dass wenn wir miteinander telefonieren (was sehr selten vorkommt) es sich anfühlt wie früher. Das finde ich erstaunlich und ich denke auch, dass das ein Merkmal guter Freundschaft ist, dass man auch nach langer Pause genauso vertraut miteinander ist.

Nach dem Studium haben sich auch von dort die Freunde in alle Welt verstreut und es galt schon wieder neue zu finden. Das wird aber immer schwerer, je älter man wird und je mehr der Alltag einen im Griff hat. Inzwischen haben wir eine kleine Clique mit richtig guten Freunden, mit denen wir alt werden wollen. Eine beste Freundin habe ich auch wieder gefunden und ich bin dafür unendlich dankbar!

 

Was ist nun also die Quintessenz meiner Shortstory? Freut euch, wenn ihr eine beste Freundin gefunden habt aber seid weiter offen für andere und lasst auch ihr ihren Freiraum!

 

P.s. Wie die Freundschaftsbändchen entstanden sind, seht ihr hier.

 

Kommentare:

  1. Ich habe auch noch Freundinnen aus Jugendtagen. Selbst wenn wir ein halbes Jahr nicht miteinander gesprochen haben, knüpfen wir immer wieder an Gewesenes an. Solche Freundschaften sollte man sich bewahren - die gibt es nicht so oft!
    Ich wünsche Dir einen schönen Abend, Cora

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  2. Sehr gute Quintessenz! Gebe Dir da völlig Recht und ich meine auch: im Alter wird es immer schwieriger Freunde zu finden!
    Danke, dass Du mitgemacht hast!
    GLG Bine

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  3. Ich habe meine beste Freundin im internat kennengelernt.
    Da war dann schon gleich klar, dass wir aus verschiedenen Winkeln des Landes kommen. Aber durch das Zusammenleben ist das Band vielleicht besonders stark.
    Wir sind seit - OmG - beinahe 31 Jahren befreundet.
    Mal sehen wir uns mehr, mal weniger.

    Recht hast Du, wenn Du schreibst, dass es immer schwieriger wird, Freundschaften entstehen zu lassen.
    Andererseits empfinde ich Herrn Hütchen als meinen großartigen Freund an meiner Seite.
    Ja, das ist ein Thema, bei dem auch ich nachdenklich werde und wahrscheinlich bis morgen hier kommentieren könnte...
    LG vany

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  4. Liebe Dani,

    ich seh schon, du bist auch ein mensch, der nicht jedem einen Platz im Herzen vergibt. Aber ich finde das nicht schlimm, denn Freund kann nun mal nicht jeder sein.
    Und echte Freundschaften überdauern Jahre und weite Entfernungen.
    Meine beste Freundin aus Kindheitstagen, die ich nun seit mehr als 32 Jahren kenne, die ist immer noch eine meiner besten Freundinnen, auch wenn uns vier lange Autobahnstunden trennen. Dafür gibt es jetzt eben Telefonate. Nicht so oft, aber dann meistens auch mal zwei, drei Stunden am Stück. Und wenn wir uns sehen, ist es, als wäre es erst vergangene Woche gewesen, dass wir uns in den Arm nehmen konnten. DAS zählt für mich.

    Und die Kinder, die kann man nicht davor bewahren, ebenso wie man selbst lieber tiefere Freundschaften zu führen, als viele oberflächliche. Es findet sich alles irgendwie.

    Liebe Grüße
    Katja

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